Im Januar 2002 publizierte das Bundesamt für Statistik eine Pressemitteilung mit ersten Ergebnissen der Volkszählung 2000. Obwohl diese Ergebnisse erst provisorischen Charakter haben, sind sie doch sehr interessant.
Im Januar 2002 publizierte das Bundesamt für Statistik eine Pressemitteilung mit ersten Ergebnissen der Volkszählung 2000. Obwohl diese Ergebnisse erst provisorischen Charakter haben, sind sie doch sehr interessant.
Bücher über den Islam können bezogen werden bei:
Islamische Bücher
Idriz Muhaxheri
Kirchweg 19
5035 Unterentfelden
E-mail: info@islamische-buecher.ch
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Der islamische Kalender ist ein Mondkalender, der ebenfalls aus 12 Monaten besteht. Der Monatsanfang wird jeweils aufgrund der Sichtung des Neumondes bestimmt. Dies ist auch der Grund, weshalb die unten angegebenen Daten in Wirklichkeit um +/- 1 Tag abweichen können. Für weitere Informationen konsultieren Sie bitte www.mondsichtung.de.
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2020 |
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1. Ramadan (Anfang des Fastenmonats) |
24. April 2020 |
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Fastenbrechenfest (Eid-ul-Fitr) |
24 – 26 Mai 2020 |
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Opferfest (Eid-ul-Adha) |
31 – 02 Aug. 2020 |
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Islamisches Neujahr (1442n.H.) |
20. Aug. 2020 |
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Ashura-Fest |
29. Aug. 2020 |
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2021 |
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1. Ramadan (Anfang des Fastenmonats) |
13. April 2021 |
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Fastenbrechenfest (Eid-ul-Fitr) |
13 – 15 Mai 2021 |
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Opferfest (Eid-ul-Adha) |
22 – 22. Juli 2021 |
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Islamisches Neujahr (1443 n.H.) |
11. Sept. 2021 |
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Ashura-Fest |
18 Aug. 2021 |
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2022 |
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1. Ramadan (Anfang des Fastenmonats) |
2. April 2022 |
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Fastenbrechenfest (Eid-ul-Fitr) |
2 – 4 Mai 2022 |
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Opferfest (Eid-ul-Adha) |
09 – 11 Juli 2022 |
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Islamisches Neujahr (1444 n.H.) |
30. Juli 2022 |
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Ashura |
8. Aug. 2022 |
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2023 |
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1. Ramadan (Anfang des Fastenmonats) |
23. März 2023 |
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Fastenbrechenfest (Eid-ul-Fitr) |
21 – 23 April 2023 |
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Opferfest (Eid-ul-Adha) |
28 – 30 Juni 2023 |
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Islamisches Neujahr (1445 n.H.) |
19. Juli 2023 |
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Ashura |
28. Juli 2023 |
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2024 |
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1. Ramadan (Anfang des Fastenmonats) |
11. März 2024 |
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Fastenbrechenfest (Eid-ul-Fitr) |
10 – 12 April 2024 |
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Opferfest (Eid-ul-Adha) |
16 – 18 Juni 2024 |
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Islamisches Neujahr (1446 n.H.) |
07. Juli 2024 |
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Ashura |
16. Juli 2024 |
Weitere Erläuterungen zu den islamischen Festen und Anlässen
Quelle: www.islam.de
— von Hamit Duran, Turgi —
Fünf vom Krieg traumatisierte Jugendliche aus Tschetschenien erleben – gleichsam als Auszeit – die Schweiz. Elisabeth Gusdek Petersen zeichnet ihre Lebensgeschichte in fünf einfühlsamen Porträts auf.
Kheda Ibragimove, Letscha Bisultanov, Selita Murzaeva, Tamirlan Soltagireev und Zulikhan Asuskhanova, so heissen die fünf Jugendlichen die zwischen 2002 und 2005 in die Schweiz geholt werden, um sich einerseits von den Strapazen des zweiten Tschetschenien-Krieges zu erholen und andererseits eine Ausbildung in der Schweiz absolvieren zu können, Sprachen zu lernen und eine neue Perspektive aufzubauen. Die Initiative kam von der Autorin, die über Jahre die russische Kaukasusrepublik besucht hat und das Land dadurch ziemlich gut kennt.
In einfacher, zuweilen sogar sehr einfacher Sprache schildert Gusdek Petersen, ihres Zeichens Präsidentin des Forums für Zeitzeugen in Zürich, die Erlebnisse dieser jungen Menschen. Morde, Verfolgungen, Säuberungen, Flucht und Vertreibung haben sie in Tschetschenien schwer gezeichnet. In ihrer Heimat hatten die drei Frauen und zwei Männer schwerste körperliche und seelische Verletzungen erlitten, Angehörige verloren, Entwurzelung erfahren. Gusdek Petersen holte die Jugendlichen in die Schweiz und unterstützte sie bei der Auseinandersetzung mit der fremden Kultur. Nicht immer ein leichtes Unterfangen.
Da ist z.B. Kheda, deren Schule in Kirova im Jahre 1996 bei einem Bombardement vollständig zerstört wurde. Eine kleine Fabrik wurde kurze Zeit später in eine einfache Schule umgewandelt, welche Gusdek Petersen im Jahre 2002 zum ersten Mal besuchte und wo sie Kheda kennen lernte. Im Jahre 2005 holte sie Kheda dann in die Schweiz, um in Ramsen im Kanton Schaffhausen bei einer Gastfamilie zu leben. Vieles war ungewohnt: die pünktlich fahrenden Busse, die wenigen Menschen vor den Häusern, der lockere Umgang zwischen den Geschlechtern oder das komische und reichliche Essen. In Schaffhausen besuchte sie die Kantonsschule, um danach als Muslimin im katholischen Kloster Fahr eine Bäuerinnenschule zu absolvieren. Im Jahre 2007 kehrte sie dann wieder nach Tschetschenien zurück, da ihre Eltern sie drängten zu heiraten. Es sollte sich zeigen, dass die Ausbildung ihr hilfreich sein würde.
Oder Tamirlan, der auf einer Zugfahrt in Tschetschenien lernt, dass es auch russische Soldaten gibt, die gezwungen werden, in den Krieg zu ziehen, der für sie genauso ein Übel ist. Im Jahre 2003 kommt Tamirlan dann zusammen mit Selita in die Schweiz und wird bei Gasteltern auf dem Bötzberg im Kanton Aargau untergebracht. Mit dem Eintritt in die Alter Kantonsschule in Aarau brach eine harte Zeit für ihn an. Neben der Sprache und dem Schulstoff waren da so ungewohnte Dinge wie Fahrpläne, Verkehrsregeln, Pünktlichkeit oder die Tatsache, dass Schweizer keine unangemeldeten Besuche machen. Der Versuch, ein Studium als Bauingenieur an der Fachhochschule Winterthur zu absolvieren musste leider relativ bald wieder abgebrochen werden. Stattdessen konnte Tamirlan die Schweizerische Bauschule in Aarau beginnen, die er in der Zwischenzeit wohl abgeschlossen haben dürfte.
Schliesslich ist da noch Zulikhan, deren rechter Arm im Jahre 1999 bei einem Raketenangriff auf einen Markt in Grosny so schwer verletzt wurde, dass er amputiert werden musste. Die Autorin setzte sich dafür ein, dass die 20’000 Franken, die eine Armprothese kostet, beschafft werden konnten, so dass Zulikhan im Jahre 2005 über eine «neue Hand», wie sie es nannte, verfügen konnte. Nach dem Besuch der Alten Kantonsschule Aarau liess sie sich an der Fachhochschule in Aarau zur Lehrerin ausbilden, obwohl dieser Beruf in Tschetschenien nicht sehr angesehen ist und die meisten Lehrerinnen und Lehrer daher wahre Idealisten sein müssen. Seit November 2007 ist Zelikhan wieder zurück in Kirova und unterrichtet mit grossem Enthusiasmus Kinder in der englischen Sprache. In einem Interview sagte sie einmal, dass die Schweiz zwar ein schönes Land sei, dass das Herz aber nie zur Ruhe käme und sich nicht durch die Schönheiten verführen liesse. Damit brachte sie auf ihre Art zum Ausdruck, dass sie ihre Heimat und ihre Familie sehr vermisste.
Das Buch gibt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt dieser fünf tschetschenischen Jugendlichen. Es ist sehr interessant und bedrückend zugleich zu erfahren, was sie in ihrer Heimat beschäftigt und wie sie zum Teil sehr unterschiedlich auf die Herausforderungen des Krieges aber auch auf jene der Schweizer Gesellschaft, die für sie völlig fremd war, reagierten. Hinzu kommt, dass sie zu sehr vielen Vortragsveranstaltungen eingeladen wurden, um über ihr Leben zu berichten. Das ist nicht immer einfach.
Andererseits ist es auch aufschlussreich, dass die Autorin, die sich enorm für diese Jugendlichen einsetzt, immer wieder Mühe bekundet mit der Tatsache, dass es auch heute noch Jugendliche gibt, die nicht sofort dem Einfluss der westlichen Welt verfallen und versuchen, ihre eigenen Werte und Prinzipien aufrecht zu erhalten. In diesem Sinne ähneln diese Erfahrungen denen, die all jene machen, die hier mit einem anderen kulturellen oder religiösen Hintergrund als Teil der Gesellschaft leben.
Über die Autorin
Elisabeth Gusdek Petersen ist Juristin und Präsidentin des Forums für Zeitzeugen in Zürich. Die Verfechterin der Menschenrechte engagiert sich seit vielen Jahren für die Opfer des Tschetschenienkrieges. Sie lebt in Zürich.
Bibliografie
Elisabeth Gusdek Petersen. Grosny–Zürich und zurück: Porträts von fünf Jugendlichen aus Tschetschenien, Orell Füssli Verlag, Zürich 2009, 192 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-280-06105-3, Fr. 39.90 / € 24.90
— von Maria und Samira El-Ghoubashy, Feldkirch (A) —
Die Gymnasiastin Amal beschliesst, im neuen Schuljahr den Hijab zu tragen. Welche Herausforderungen von nun an auf sie zukommen, beschreibt die Autorin Randa Abdel-Fattah in ihrem Jugendroman «Und meine Welt steht Kopf».
Für «Die Barmherzigkeit» berichtet eine muslimische Mutter und ihrer 16-jährigen Tochter wie sie die gemeinsame Lektüre erlebt haben.
Maria, 50 Jahre
Für mich als Mutter und noch dazu Konvertitin war es eine besondere Situation, dieses Buch zu lesen. Meine eigenen Töchter geben mir zwar sehr viel Einblick, wie es ist, hier als Muslima aufzuwachsen und zu leben, doch auch die Autorin hat noch Fragen, Gedanken, Gefühle angesprochen, die, so finde ich, einem muslimischen Elternteil (vor allem jenen, die nicht hier aufgewachsen sind) helfen können, mehr Verständnis aufzubringen für diese nicht immer so einfache Jugendzeit.
Die Autorin hat es geschafft, auch Situationen und Familiengeschichten in das Buch hineinzubringen, die zum Teil wirklich verrückt sind, ich mir jedoch sehr gut vorstellen kann, dass es derartige Familien bzw. Muslime gibt. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Infos zum Islam selbst gewünscht, denn dieses Buch ist so flüssig geschrieben, dass auch Nichtmuslime (sorry, aber auch so einige Muslime!) einiges herausholen könnten, wenn man mehr Informationen zum Islam hineingepackt hätte.
Ich empfehle dieses Buch nicht nur muslimischen Jugendlichen, die sich wahrscheinlich teilweise darin wieder finden, sondern auch deren Eltern und auch Nichtmuslimen!
Ich würde mir aber noch sehr wünschen, dass ein Buch erscheint, in dem auch muslimische Jungs zur Sprache kommen, denn ich denke, dass es für diese auch nicht immer so einfach ist in dieser Gesellschaft.
Samira, 17 Jahre
Ich hatte – habe – zwar keine Probleme mit dem Kopftuchtragen, aber in vielem habe ich mich bei der Autorin wiedergefunden bzw. kann ihr sehr nachfühlen. Sie beschreibt ihre Situation und die Umgebung so gut, man ist ganz schnell in der Geschichte drin und man kann gar nicht aufhören, es fertig zu lesen.
Ich empfehle dieses Buch muslimischen Jugendlichen, Nichtmuslimen und natürlich den muslimischen Eltern!
Über die Autorin
Randa Abdel-Fattah ist palästinensisch-ägyptischer Abstammung und wuchs in Melbourne/Australien auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Sydney und arbeitet als Anwältin. „Und meine Welt steht Kopf“ ist ihr erster Roman und basiert zum Teil auf ihrer eigenen Lebenserfahrung. Mit diesem Buch möchte sie Jugendliche dazu einladen, die Welt eines muslimischen Teenagers kennen zu lernen, der in einem westlichen kulturellen Kontext aufwächst.
Details zum Buch
• Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
• Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (Februar 2007)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3473352675
• ISBN-13: 978-3473352678
• Größe und/oder Gewicht: 21 x 15 x 3,2 cm
• Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
• Preis: 24.50 (Regulärer Buchhandel)
— von Mariann Halasy-Nagy Liratni, Bern —
In seinem in 1934 erstmals erschienen Buch befasst sich Muhammad Asad mit dem Zerfall der islamischen Gesellschaft, wie er durch die Jahrhunderte hindurch nachvollziehbar ist. Er versteht es, in kurzen, prägnanten Ausführungen nicht nur den geschichtlichen Verlauf aufzuzeigen sondern verbindet diesen mit einer harschen Kritik an die Muslime, welche seiner Ansicht nach ihren Lebensinhalt nach westlichen Normen ausrichten und somit zum Verlust der islamischen Werte beitragen.
Er würde aber nicht als einer der bedeutendsten islamischen Denker des 20Jh. gelten, würde er sich rein auf eine Anklage beschränken. Sein Buch ist ein historischer Aufriss, welcher die grundlegende Verschiedenheit zwischen der islamischen und der westlichen Welt aufzeigt und dem Lesenden klar darlegt, wieso diese beiden Gesellschaftsentwürfe sich diametral voneinander unterscheiden und folglich nicht miteinander vereinbar sind.
Sein Buch ist in acht Kapitel geteilt, wobei das achte Kapitel seiner Schlussfolgerung gewidmet ist. Er beginnt damit, den Weg des Islam aufzuzeigen und spricht von der Essenz des Islam, welcher das Geistige und das Materielle als ein harmonisches Ganzes sieht, denn «[d]ie ständige Anbetung Gottes in all den vielfältigen Handlungen des menschlichen Lebens ist die wirkliche Bedeutung des Lebens […]». (S. 31) Er hebt er den Islam ganz klar von den anderen Weltreligionen ab und erklärt den ihm inhärenten holistischen Ansatz, der die Menschen – sofern sie strikt nach den Vorgaben des Qur’an sowie der Sunna leben – befähigen sollte, in einer harmonischen und moralisch intakten Gesellschaft zu leben.
Diese Gesellschaft könne aber nur unter der Bedingung entstehen, dass sich die islamische Welt – und somit vor allem die Muslime – von der Bevormundung Europas befreien und sich ihrer Wurzeln wieder bewusst werden. Hierbei spricht er vor allem das Bildungssystem an, welches klar durch den Geist des Westens beeinflusst ist, ein Geist, der sich spätestens seit der Französischen Revolution von Gott und der Religion abgewandt und sich den materialistischen Utilitarismus der alten Römer als moralisch-gesellschaftlichen Massstab gesetzt hat. Eine islamische Bildung würde u.a. beinhalten, dass die heutige westliche Bildung in ihren Wurzeln auseinander genommen und eine «Archäologie des westlichen Wissens» stattfinden würde. Somit könnte das Trugbild aufgelöst werden, welches vortäuscht, dass der Westen der Massstab allen Wissens und sozialer Organisation ist. Nur so wäre es möglich, die Jugend zum Islam zurückzuführen. Denn die Nachahmung der westlichen Lebensweise – individuell und sozial – sei zweifellos die grösste Gefahr der Existenz, oder besser; der Wiederbelebung der islamischen Zivilisation. Eine Wiederbelebung, die er zweifelsohne in der Wiederaufnahme der Beziehung zu ihrer eigenen Vergangenheit sieht.
Eine Vergangenheit, die er auf die ersten Zeiten des Islam zurückführt und dadurch die absolute Wichtigkeit der Sunna hervorhebt. Er sieht in der Sunna den Garant für eine blühende muslimische Gesellschaft und unterstreicht dies, in dem er stipuliert, dass das Verhalten der Muslime in Bezug auf die Sunna das zukünftige Verhalten der Muslime zum Islam entscheiden wird. (S. 107) Darunter versteht er die Art und Weise, wie mit dem Inhalt umgegangen wird. Würde die Sunna erst mal als sachliche Notwendigkeit für einen Muslim anerkannt werden, habe jeder das Recht und sogar die Pflicht, ihre Funktion innerhalb der religiösen und sozialen Struktur des Islams zu erfragen, um zu dem am Anfang ausgeführten Holismus des Islams vorzustossen und somit zu einer harmonischen und moralisch intakten Gesellschaft beizutragen.
All dies bringt ihn in Kapitel acht zum Schluss, dass der Islam nicht «reformiert» werden müsse, weil er an sich schon vollkommen ist. Was reformiert werden muss, sei das Verhalten der Muslime «zu unserer Religion, unsere Faulheit, unser Versprechen; also unserer Mängel und nicht angebliche Mängel des Islam». (S. 121) Die Vermischung mit fremden kulturellen Einflüssen sei in dieser Hinsicht ein Rückschritt, destruktiv und daher unbedingt abzulehnen. Er plädiert für einen Umbruch, der im Inneren eines jeden Muslims stattfinden müsse und ihn zum Islam hinführe und nicht von ihm entferne. Der Mensch dürfe nicht interpretieren, er müsse folgen und er müsse verstehen, warum er folgt. «Denn das gesamte Bild können wir nicht erfassen, aber wir können darauf vertrauen, dass der Erschaffer des Systems dies kann und uns nur zu unserem Heil führen will.» (S. 125)
Sein Buch ist sehr klar und in zugänglicher Sprache geschrieben, seine Erklärungen und Ableitungen nachvollziehbar und untermauert. Es wird dem Lesenden klar, dass hier ein äusserst versierter Autor am Werk ist, der sich intensiv mit den Grundlagen zu seinem Buch auseinandergesetzt hat. Natürlich muss beachtet werden, dass es nun schon gut dreiviertel Jahrhundert alt ist und somit den neueren sozialen und politischen Entwicklungen nicht Rechnung tragen kann. Doch ist der Kern seiner Aussage vielleicht aktueller als er jemals gewesen ist; eine Tatsache, die einerseits erstaunen mag, andererseits dem Lesenden die traurige Bilanz der heutigen islamischen Welt und die Einstellung vieler Muslime (vielleicht sogar die eigene Einstellung?) zum Islam vor Augen führt. Dieses Buch rüttelt an den Standfesten der eigenen Überzeugung und regt zur intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Umfeld, in dem man lebt, an. Es ist kein Buch, das nach dem Lesen einfach wieder in der Bibliothek verschwindet, um in mondänen Gesprächssituationen wieder zum Vorschein zu kommen, sondern eher eines dieser Bücher, die zu kontroversen und intensiven Gesprächsrunden anregen.
Für Muhammad Asad gibt es nur einen Weg oder keinen – eine Aussage, die in der heutigen sozio-politischen Lage einen leichten Sprengstoff zu Polemiken ergeben könnte. Es fehlt an Lösungsansätzen, wie denn die zwei grossen Gesellschaftsentwürfe miteinander leben können. Er sagt, dies sei nicht möglich. Nicht miteinander, nur nebeneinander. Und hier setzt auch meine Kritik am Buch an, denn in der heutigen Welt – wie auch in der Welt der 1930er Jahre – ist ein striktes nebeneinander nicht (mehr?) möglich und Wege zum miteinander müssen gefunden werden, ohne dass die Muslime eben den Prozess unterlaufen, die er in seinem Buch beschreibt, besser, dass die Muslime zur Wiederbelebung des Islam beitragen können. Aber ich denke, dass er das Buch auch nicht in diesem Sinne geschrieben hat. Ich denke, dass er, obwohl er die heutige Situation auf globaler Ebene geschichtlich herleitet vor allem auf die Mikroebene abzielt, auf jeden Muslim, auf jedes Herz, das die wahre Mystik des uns aufgetragenen Auftrages erfassen und ausführen möchte. Dieses Unterfangen ist ihm mit dem Verfassen des vorliegenden Buches in kurzer und brillanter Weise gelungen.
Zum Autor
Muhammad Asad wurde im Jahre 1900 in der polnischen Stadt Lvov als Leopold Weiss geboren. Als Grossenkel eines orthodoxen Rabbiners und Sohn eines Rechtsanwaltes kam er schon früh mit Religion in Kontakt und sollte nach Wunsch seines Vaters zum Rabbiner ausgebildet werden. Diesen Plan verwarf er jedoch, arbeitete als Journalist und wurde schnell zu einem anerkannten Nahostkorrespondenten vor allem für die deutsche Frankfurter Zeitung.
Dank seiner Arbeit kam er in intensiven Kontakt mit der muslimischen Welt und konvertierte 1926 zum Islam. Nach seiner Konversion verbrachte er mehrere Jahre im nahen Osten und wurde zum engen Freund von namhaften arabischen Führern. Unter anderem traf er auf den grossen muslimischen Denker Dr. Sir Muhammad Iqbal, der vom Studium der islamischen Literatur Asads beeindruckt war und ihn bat, Sahih al Bukhari ins Englische zu übersetzen. Als Experte des islamischen Rechts spielte er eine wichtige Rolle bei der Gründung des pakistanischen Staates, welchen er 1953 als dessen Boschafter bei der UNO vertrat. Asads grösstes Projekt war es, den Qur’an ins Englische zu übersetzen. Unterstützt zuerst von der Schweiz, dann von Marokko, konnte er sein Werk, The Message of the Qur’an (Deutsch: Die Botschaft des Quran) 1980 vollenden. Er verbrachte 19 Jahre mit seiner dritten Frau in Marokko, bevor sie ins spanische Mijas zogen, wo er am 20. Februar 1992 verstarb und in einem kleinen islamischen Friedhof in Granada beigesetzt wurde.
Bibliographie
Asad, Muhammad 2007: Islam am Scheideweg. Mössingen: Edition Bukhara. (Original: 1934: Islam at the Crossroads.), ISBN: 9783000220951
Weitere Werke des Autors
– The Road to Mecca, 1954 (Deutsch: Der Weg nach Mekka)
– The Principle of State and Government in Islam, 1978 (Deutsch: Das Prinzip von Staat und Regierung im Islam)
– Sahih Bukhari: Early Days of Islam, 1978 (Deutsch: Sahih Bukhari: Die frühen Tage des Islam)
– The Law of Ours and other Essays, 1987 (Deutsch: Das unsrige Gesetz und andere Essays)
— von Hamit Duran, Turgi —
Eine verzweifelte Mutter erschiesst den Partner ihrer Tochter auf offener Strasse. Der Ermordete hatte ihre Tochter nach albanischem Ritus geheiratet und verschwiegen, dass er bereits verheiratet war. Wollte die Mutter ihre Familienehre retten oder nur ihre Tochter aus den Klauen ihres gewalttätigen Partners befreien? Hat sie Blutrache geübt? Ein Ehrenmord in der Schweiz?
Heute würde dies zu einem Aufschrei in der Öffentlichkeit führen. Aber im Jahre 2000, als dieser Mord in Basel geschah, hat nur die lokale Presse darüber berichtet. Der Fall drang kaum ins öffentliche Bewusstsein. Warum? Lag es vielleicht daran, dass dieser «Ehrenmord» so gar nicht in das Klischee passt? Sollte es nicht so sein, dass Männer (Vater oder Bruder) Frauen (Tochter oder Schwester) im Namen der Ehre umbringen? Aber hier? Eine Mutter bringt ihren Schwiegersohn um! Wie kann das sein?
Peter Zihlmanns leicht lesbarer Tatsachenbericht basiert auf einem Mordprozess vor dem Basler Strafgericht, der Im Jahre 2002 stattfand. Es ist die ergreifende Geschichte einer Mutter, die tötete. Vor dem Hintergrund des alten albanischen Gewohnheitsrechts, dem «Kanun», hinterfragt er die gerichtliche Wahrheit. Er beschreibt den «Kanun», der zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch einen Franziskanerpater gesammelt und aufgeschrieben wurde, als ein unerbittliches Abrechnungssystem, in dessen Zentrum Ehrenmord und Blutrache stehen, und das sich bis in unsere Zeit auswirkt.
Der Autor begnügt sich nicht mit der Wahrheit des Gerichts; er forscht weiter, gräbt tiefer, spricht mit den Betroffenen und zeichnet deren Leben zwischen zwei Kulturen nach. Sein Bericht zeigt die verschiedenen Perspektiven und lässt so den Rechtsfall zum Menschenfall werden.
Zunächst berichtet er über seine Begegnung mit der Tochter der Täterin, die auch die Braut des Getöteten war. Dabei zeichnet er ein Bild, das die Tat in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt, als es das Gericht in seinem trockenen Urteil festhält (Tötung aus nichtigem Grund). Er legt seelische Abgründe offen und forscht nach psychologischen Handlungs–motiven der Täterin. Auch die weiteren Berichte über seine Begegnungen mit dem Ehemann der Mörderin, der übrigens Christ ist, und der eigentlichen Ehefrau des Getöteten lassen den Schluss zu, dass die Mutter aus einem Gefühl der Verzweiflung und Bedrohung, also einer Art Notwehr heraus, gehandelt hat. Mit der Täterin selber konnte der Autor jedoch nicht sprechen, da sie nach der Haftentlassung widerrechtlich ausgeschafft wurde und sich nun in Albanien aus Angst vor Blutrache versteckt hält. Trotzdem versucht er herauszufinden, was in ihr vorgegangen sein mag, und was sie schliesslich in diese menschliche Tragödie führte.
Als er dann aber mit der Schwester des Getöteten und ihrem Ehemann spricht, scheint sich das Blatt beinahe zu wenden. Eine ganz andere Perspektive und Darstellung der Geschehnisse lassen plötzlich viele Fragezeichen aufkommen, so dass der Autor seine Erkenntnisse in diesen bedeutenden Sätzen zusammenfasst: «Ich urteile nicht, ja ich ergreife nicht Partei. Immer klarer erkenne ich: Solange wir im Griff von Gut und Böse gefangen sind, solange wir uns auf die eine oder andere Seite der Streitenden schlagen, werden wir von der gleichen Grundwelle überspült werden und in ihr untergehen…»
Alles in allem handelt es sich bei Peter Zihlmanns Werk um ein hoch interessantes und lesenswertes Buch für all jene, die einmal «hinter die Kulissen» eines Ehrenmordes blicken möchten.
Zum Autor
Peter Zihlmann ist Publizist und war als Rechtsanwalt, Notar und Richter in Basel tätig. Er ist Bestsellerautor («Der Börsenguru – Aufstieg und Fall des Dieter Behring») und Verfasser von Romanen, Essaywerken sowie von zahlreichen Fachpublikationen.
Bibliografie
Peter Zihlmann, Basel – Pristina oder die Blutrache in der Schweiz, Orell Füssli Verlag, Zürich 2007, 176 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-280-06084-1, Fr. 29.80 / € 18.–
— von Hamit Duran, Turgi —
Es handelt sich hier um eine Buchrezension und ein Intewrview, das von der mittlerweile eingestellten Zeitschrift «Die Barmherzigkeit» im Jahre 2006 durchgeführt wurde.
Der Name des in Bern ansässigen al-waha Verlages (deutsch: die Oase) ist vielen Lesern noch bekannt durch das gleichnamige beliebte Kindermagazin. Dieses wurde zwar 2002 eingestellt, doch die Ziele des Verlages sind die gleichen geblieben: muslimischen Kindern islamische Werte und Lebensinhalte auf einfache und spielerische Weise näher zu bringen. Als Fundament für die Wissensvermittlung dient den Produzentinnen vor allem der Qur’ân und die Sunnah. Allen Texten gehen sorgfältige Recherchen voraus, sie werden anschliessend von Fachpersonen auf ihre theologische Korrektheit überprüft.
Das neue al-waha-Angebot startet mit der Weisheitsgeschichte «Musa & Khidr». Das sehr sorgfältig gestaltete und hübsch bebilderte Buch ist geeignet für Kinder ab ca. 10 Jahren und schildert die ihm Qur’ân erwähnte Geschichte von Musa (a.s.), der von Allah (t.) aufgefordert wird, Khidr, einen Mann mit sehr grossem Wissen, aufzusuchen. Die aussergewöhnlichen Dinge, die Musa bei Khidr erlebt sind ein schönes Beispiel für die Tatsache,
dass Allah’s Wissen alles umfasst und unendlich ist.
«Hilali» erzählt die Geschichte eines nimmersatten Hamsters. Er hat ständig Hunger und fürchtet, seine Wintervorräte könnten nicht reichen. Als der junge Schneehase um etwas zu Fressen bittet, weist Hilali ihn unfreundlich weg. Doch eines Nachts erwacht Hilali und fühlt, dass dies eine ganz besondere Nacht ist. So macht er sich auf den Weg, das Geheimnis dieser Nacht zu lösen. «Hilali» ist eine wunderschöne Bildgeschichte für Kinder ab 5 Jahren über die Existenz Allahs und den Segen zu Teilen.

«Muhammad» bringt Kindern auf einfache Weise die Geschichte des Propheten Muhammad (a.s.) näher. Es eignet sich sowohl als Bilderbuch für die Kleinsten wie auch als erste
s Lesebuch für Kinder ab ca. 6 Jahren.
Bei «Wir sind Muslime: Allah» handelt es sich Pappkartonbuch über die Allah (t.) und die Schöpfung für die kleinsten Leser. Yahya und Rahma erzählen, dass sie Muslime sind, und dass sie an Allah (t.) glauben. Sie wissen, dass Allah (t.) der Schöpfer aller Dinge ist.
Alle vier Bücher sind von bemerkenswert hoher Qualität, sowohl in der grafischen und inhaltlichen Ausgestaltung als auch in der technischen Ausführung. Sie eignen sich deshalb hervorragend als Geschenke und sind auch für den eigenen Nachwuchs sehr zu empfehlen.

Demnächst Im Sortiment des al-waha Verlages gibt es auch zwei Spiele, eines zum Erlernen der Gebetswaschung und eine komplett überarbeitete Neuauflage des al-waha Memory-Spiels. Laut der Verlagsleiterin Afaf Hassan sind erscheint im Herbst ein weiteres Buch mit dem Titel „Im Garten des Propheten“ mit Geschichten aus der Sunna rund um das Thema Adab. Ebenfalls im Herbst sind zwei Holzpuzzle erhältlich, inschâ’Allah.
Im folgenden Interview stellen wir der Verlagsleiterin Afaf Hassan ein paar Fragen zur Entstehungs¬geschichte der Bücher und ihren Plänen für die Zukunft.
Die Barmherzigkeit: Liebe Schwester Afaf, zunächst einmal herzliche Gratulation zum Erscheinen der ersten vier Bücher in der neuen Kinderbuchreihe. Was hat dich bewogen, dich mit der Gestaltung von Kinderbüchern zu befassen?
Afaf Hassan: As-salamu alaikum, als ich vor siebzehn Jahren zu Islam konvertierte und kurz darauf mit der Frage, wie ich meinen eigenen Kindern den Islam näher bringen könnte konfrontiert wurde, merkte ich sehr bald, dass es eigentlich noch sehr wenige qualitativ gute und schöne islamische Kinderbücher gibt. Da ich schon seit meiner Kindheit künstlerisch tätig bin, hatte ich die Idee selber Kinderbücher zu gestalten. So entstand dann auch das islamische Kindermagazin al-waha, welches während zehn Jahren, mit zwei längeren Unterbrüchen fünfmal jährlich erschien. 2001 entschieden wir dann das Magazin einzustellen und gezielt islamische Kinderbücher heraus zu geben. Al-hamdulillah, sind nun, nach einer fünfjährigen Vorbereitungszeit die ersten vier Bücher auf dem Markt.
Die Barmherzigkei
t: Worin unterscheiden sich eure Bücher von «herkömmlichen» Kinder¬büchern, die es ja zuhauf zu kaufen gibt?
Afaf Hassan: Alle unsere Bücher haben ein islamisches Fundament. Es geht nicht nur darum, die Kinder mit schönen Geschichten zu unterhalten, sondern ihnen durch die Bücher Wissen über den Islam zu vermitteln und ihnen ihre Religion näher zu bringen.
Die Barmherzigkeit: Wer hat die Ideen für neue Bücher? Bist du das, oder habt ihr ein Team, das sich damit auseinander setzt?
Afaf Hassan: Die ersten vier Bücher waren mehr oder weniger meine Ideen. Sie sind das Produkt von mehreren Jahren. Als der al-waha Verlag gegründet wurde, bildete sich ein Team mit verschiedenen Verantwortlichen, und die Arbeit hat sich natürlich verändert. Neue Ideen werden miteinander besprochen und wir versuchen auch gemeinsam eine Art Geschäftsplan zu entwicklen.
Die Barmherzigkeit: Der al-waha Verlag legt grossen Wert auf sprachliche und theologische Korrektheit. War es schwierig, entsprechende Fachpersonen zu finden?
Afaf Hassan: Ja, es war nicht ganz einfach die entsprechenden Fachpersonen zu finden. Insbesondere für die islamisch-theologische Korrektur war es schwierig jemanden zu finden, der sowohl sprachlich wie auch islamisch das nötige Fachwissen hat.
Die Barmherzigkeit: Was waren die grössten Schwierigkeiten, die ihr überwinden musstet?
Afaf Hassan: Unsere eigene Ungeduld! Am Anfang dachten wir alles würde so ganz schnell über die Bühne gehen. Wir hatten den Text, die Illustrationen und glaubten das Buch sei somit schon druckreif. Es gab Bücher bei welchen wir den Text ziemlich überarbeiten mussten, oder wegen einer nicht nachweisbaren Quellenangabe mussten wir Inhalte streichen, dies warf wiederum das ganze Layout drunter und drüber. So haben wir langsam gemerkt, dass jedes Buch viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, als ursprünglich geplant war.
Die Barmherzigkeit: Ich denke, eure Bücher fanden und finden vor allem positives Echo unter den Musliminnen und Muslimen. Gab es auch negative Reaktionen?
Afaf Hassan: al-hamdulillah sind die meisten Reaktionen positiv. Das einzige was manchmal negativ angesprochen wird, sind unsere Preise. Leider ist es uns jedoch zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich, die Bücher billiger zu verkaufen, obwohl wir dies gerne tun würden. Wir möchten ja, dass unsere Bücher ein breites Publikum finden.
Die Barmherzigkeit: Die Bücher werden in Hongkong gedruckt? Weshalb?
Afaf Hassan: Es war bald einmal klar, dass wir die Bücher aus finanziellen Gründen nicht in Europa drucken können. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich via Internet auf die Druckerei in Hongkong gestossen. Da ich selber drei Jahre in China gelebt habe, war es für mich fast wie ein „nach Hause“ kommen. Wie gesagt, es wäre preislich unmöglich, die Bücher hier zu drucken.
Die Barmherzigkeit: Du hast früher das Kindermagazin «Al-Waha – Die Oase» herausgegeben. Was waren die Gründe dafür, dass du dieses vor vier Jahren eingestellt hast?
Afaf Hassan: Es waren in erster Linie zeitliche Gründe. Wir fanden es schwierig alle zweieinhalb Monate ein komplett neues Magazin heraus zu geben. Neben Familie und Kinder, bleibt einem manchmal nicht genügend Zeit für die nötigen Vorbereitungen. Unter diesen Umständen war es auf die Dauer nicht möglich, alle zwei Monate ein gut recherchiertes, fundiertes und qualitativ gutes Magazin herauszugeben. Bei den Büchern ist das anders, wir bestimmen den Zeitpunkt der nächsten Veröffentlichung selber, so sind wir flexibler.
Die Barmherzigkeit: Was sind eure nächsten Projekte?
Afaf Hassan: Im November wird in sha Allah unser nächstes Buch „Im Garten des Propheten“ erscheinen. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die alle auf Sahih Hadithen beruhen. Geplant sind auch zwei oder drei verschiedene Holzpuzzles, sowie ein Buch mit zwölf kurzen Ahadith und dazugehörenden Lernkarten und einer Begleit-CD. Aber wie gesagt, einen genauen Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest.
Die Barmherzigkeit: Gibt es noch etwas, dass du unseren Leserinnen und Lesern mitteilen möchtest?
Afaf Hassan: Ich hoffe dass den Leser unsere Bücher gefallen werden und dass diese einen kleinen Beitrag leisten auf dem Weg der Suche nach Wissen, in sha Allah.
Die besprochenen Bücher können bezogen werden bei: www.al-waha.ch.
Muhammad , Bilderbuch, Pappkartonbuch mit abgerundeten Ecken, Autorin: Afaf Hassan,Grösse: 20 cm x 24 cm, Druck: vollfarbig, Seitenumfang: 20, ISBN: 3-905426-00-5, Preis: 5.- SFr.
Musa & Khidr, Autorin: Afaf Hassan, Grösse: 20 cm x 24 cm, Druck: vollfarbig, Seitenumfang: 32, Bindung: Hardcover, ISBN: 3-905426-02-1, Preis: 22.50 SFr.
Hilali, Autorin: Afaf Hassan, Grösse: 21 cm x 29.7 cm, Druck: vollfarbig, Seitenumfang: 32, Bindung: Hardcover, ISBN: 3-905426-01-3, Preis: 22.50 SFr.
Wir sind Muslime: ALLAH, Autorin: Afaf Hassan, Grösse: 14.5 cm x 14.5 cm, Druck: vollfarbig, Seitenumfang: 14, ISBN: 3-905426-03-X, Preis: 9.- SFr.